
Systematik:
Ordnung: Rodentia = Nagertiere Unterordnung: Myomorpha (Mäuseartige) Familie: Cricetidae (Wühler) Unterfamilie: Gerbillinae (Gerbils) Gattung: Taterillus Art : Taterillus harringtoni
Wissenswertes:
Herkunft: Ostafrika (z.b. Tansania) Aktivitätsphase: Späte Abendstunden bis frühe Morgenstunden, selten am Tag zu sehen. Aktive „Wühler“ Lebensweise: Versteckt in selbst gegrabenen Bauen, Paarweise Größe: Ca. 4-7cm, Schwanz bis 12cm Gewicht: Schwankt zwischen 20g-30g Lebenserwartung: 4-5 Jahre Geschlechtsreife: Männchen: ab 3 Monate, Weibchen ab ca. 4 Monate Anzahl d. Jungen pro Wurf: 1-6 (wobei bei mehr als 4 Jungen die anderen selten durch kommen) Tragzeit: Ca. 21-24 Tage
Männlicher Taterillus: Der Po ist oval. Der Abstand zwischen Zapfen und After ist grösser als bei den Weibchen. Später bildet sich Fell, das zwischen Zapfen und After zusammen stößt.

Weiblicher Taterillus: Der Po ist rund. Es bildet sich kein Fell. Zwischen Zapfen und After ist die Geschlechtsöffnung als Strich erkennbar.

Aussehen: Auffällig sind die grossen Augen und der lange Schwanz mit kleiner schwarzer Quaste am Ende. Die Bauchseite ist weiss, der Rücken rötlichbraun. Die Tiere sind sehr klein ca. so gross wie eine 6 Wochen alte mongolische Rennmaus.
Haltung: für ein Pärchen dieser Art empfehle ich ein Aquarium / Terrarium mit den Maßen: 60cm x 30cm x 30cm; für zwei Pärchen dieser Art empfehle ich ein Terrarium / Aquarium mit den Maßen: 80cm x 35 / 40cm x 40cm. Die Behausung sollte wie folgt eingerichtet werden:
- eine schöne Wurzel zum klettern (standfest =>sollte nicht unterwühlt werden können)
- eine schöne Korkröhre / Korktunnel
- evt ein standfester Stein, der nicht unterwühlt werden kann
ganz wichtig ist bei dieser Art eine Haltung auf Sand, da sie sich an ein Leben in Wüsten angepasst haben, wenn das Fell fettig wird droht die Gefahr einer Erkältung. Als Einstreu eignet sich Chinchillasand + Heu / Stroh zum Nestbau.
Aber man kann natürlich auch wie bei den Gerbillus Gerbillus beschrieben den Sand mischen.
Ernährung: Wichtig ist auch hier: man sollte komplett auf Fettreiche Saaten verzichten und wie fogt füttern:
1/3 Wellensittichfutter, 1/3 Exotenvogelfutter und 1/3 Wildsämereien für Vögel oder Grassamen.
Grünfutter: Kein Obst! Am besten eignet sich Karotte u.a. Wurzelgemüse, Salate: Feldsalat, Endivie, Chicoree und evt im Frühjahr & Sommer auch Löwenzahn (v. ungespritzten Wiesen) vorher immer gut abwaschen.
Lebendfutter: gerne werden Heuschrecken und Mehlwürmer genommen, was auch nötig ist. Auch Insekten- / Eifutter für Ziervögel ist möglich und sollte mehrmals die Woche in kleiner Menge gereicht werden.
Sozialverhalten:
- Gruppenhaltung ist bedingt möglich, bei zu kleiner Haltung oder Nachwuchs kann es allerdings zu Streiterein kommen, bei denen die Schwanzspitze und die Flanken des unterlegenen Tieres attakiert werden. Daher sollte man eine Paarweise Haltung bevorzugen.
Zucht:
Bei richtiger Ernährung, Wärme, Ruhe & einem funktionierenden Paar lässt Nachwuchs nicht unbedingt lange auf sich warten. Die Wurfgrösse schwankt zwischen 3 und 6 Tieren, wobei bei 5 oder mehr meist ein oder zwei Junge nicht durchkommen. Die Tragzeit bedrängt ca. 24 Tage. Die kleinen werden in einem Nest zur weltgebracht und versteckt. Öfter wird das Versteck auch gewechselt. In der ersten Lebenswoche saugen sich die kleinen so fest an die Zitzen der Mutter das diese sie oft aus dem Nest schleift und zurück bringen muss. Nach ca. 7 Tagen beginnt bei den kleinen das Fell zu sprießen und sie wachsen recht schnell. Mit ca. 14 Tagen öffnen sich Augen & Ohren. Die kleinen beginnen herum zu wuseln. Mit ca. 21 Tagen beginnen sie selbstständig zu fressen. Mit 4-5 Wochen sind sie selbstständig und sollten mit ca. 6 Wochen von den Eltern getrennt werden, da es sonst zu Streitigkeiten kommen kann.








Auf den Bilder ist das Fell noch sehr fettig und struppig. Der Grund war einerseits das Einsetzen ins Aqua plus Strongholdbehandlung (gegen evt. Parasitenbefall), andereseits der Stress vom Transport.
Am nächsten Tag sahen das Fell erheblich besser aus.
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