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Systematik:


Ordnung: Rodentia = Nagertiere
Unterordnung: Myomorpha (Mäuseartige)
Familie: Cricetidae (Wühler)
Unterfamilie: Gerbillinae (Gerbils)
Gattung: Pachyuromys
Art : Pachyuromys duprasi 

Wissenswertes:


Herkunft: Ägypten bis Algerien
Aktivitätsphase: Späte Abendstunden bis frühe Morgenstunden, selten am Tag zu sehen. Aktive „Wühler“
Lebensweise: Paarweise oder einzelgängerisch
Größe: Ca. 10cm, Schwanz bis 6cm
Gewicht: Bis ca. 50g
Lebenserwartung:  In Gefangenschaft und richtiger Fütterung bis 6 Jahre

Haltung: für ein einzelnes Tier reicht ein Aquarium / Terrarium von 60x30x30cm oder 80x30x40cm. Da diese Tiere liebend gerne graben sollte man die Einstreu ca. 15-20cm hoch einstreuen. Als Einstreu verwende ich ein Gemisch aus handelsüblicher Kleintierstreu und Chinchillasand. Der Sand ist wichtig, da ihr feines Fell sehr schnell fettig wird. Ein Sandbad wurde allerdings immer nur zu gegraben. Als Einrichtung empfiehlt sich eine Korkröhre oder ein Tunnel, eine standfeste Wurzel zum klettern und evt ein Stein zum krallen schärfen.

Da die Tiere vom Charakter sehr unterschiedlich sein können ist eine Gruppenhaltung möglich aber sehr schwierig. Meiner Erfahrung nach hält man sie am besten einzeln oder Paarweise, wo bei man auf einige Dinge achten sollte:

- man versteht sich => können ein Paar bilden und sogar Junge bekommen

- man Toleriert sich => meist ohne Zuchterfolge

- man kann sich nicht austehen und jagt sich

- dann haben diese Tiere ein Gesetz was Futter und Revier betrifft: Alles was meins ist sowie so meins, alles was Deins ist, ist auch meins und alles von dem keiner weiß wem es gehört ist auch meins

Nachtrag zur Gruppenhaltung: Also: Gruppenhaltung ist möglich, wie oben schon geschrieben, aber eben nicht immer da es 2 "Stämme" gibt. Einmal die friedlichen, aus einem futterreichen Habitat und einmal die "hamster"artigen aus einer kargen Region in der um jedes Korn gekämpft werden muß. Gebissen wurd ich selbst nicht, nur ging mich die kleinere an wenn ich das Terra aufmachen wollte und bei einem versuch zur gruppenhaltung ging sie auch die doppelt so breite an. Daher bin ich eigentlich von der Gruppenhaltung abgekommen. Auch wurde mir von der Vorbesitzerin gesagt das sie einzeln halten sollte. Aber wie gesagt wenn man den friedfertigen "Stamm" hat, ist Gruppenhaltung möglich.
Bei diesen Tiere gelingt auch die Nachzucht meist ohne weiteres. Zum Teil sind diese Tiere auch etwas proppere oder werden schnell dicker als ihre "muffigeren" Artgenossen. Allgemein können sie zum teil gemütlicher sein und lassen sich auch gut anfassen.
Und noch kurz zu "Stämmen" allgemein: bei vielen Wildfängen ist es recht leicht zu erkennen, da sie sich zum teil vom Aussehen und Verhalten von anderen Wildfängen der selben Art unterscheiden, außer man hat die ganze familie gefangen. Diese "Stämme" sind einfach an ein etwas anderes Habitat angepasst z.b. sind tiere aus futterreicheren regionen etwas größere und propere und tiere aus kärgeren region kleiner und zierlicher. Daher meine ich in diesem Fall mit Stämmen keine Unterart sondern Abweichungen vom Aussehen und Charakter der Tiere.

Wenn man Lebendfutter füttert (Heuschrecken und Mehlwürmer) sollte man dies nicht mit der bloßen Hand tun => Fettschwanz Rennmäuse sind wahre Raubmäuse.

Fütterung: Ein Gemisch aus Wellensittich und Exotenfutter, Wurzelgemüse wie: Karotte, Sellerie, Steckrübe, Petersilien Wurzel. Ab und zu ein kleines Stück Apfel und ab und Zu mal eine Erdnuss als Leckerbissen. Ganz wichtig ist die Gabe von Lebendfutter (Heuschrecken, Mehlwürmer und Heimchen). Man kann auch Eifutter oder Insektenfutter für Ziervögel geben, allerdings können diese Tiere dann ihren Jagdtrieb nicht befriedigen. Sie lieben es sich an große Heuschrecken an zu schleichen, sich drauf zu stürzen, alles was sich bewegt tot zu beißen und es dann genießerich auf zu futtern. Daher sollte man Heuschrecken einfach ins Aqua fallen lassen und Mehlwürmer in einem Schälchen anbieten um die Räuber nicht am Finger hängen zu haben oder man bietet es mit einer langen Pinzette an.

Aussehen: Diese Tiere ähneln stark einem Hamster. Ihr Bauch ist weiß, die Pfoten recht klein. Die Schnauze Spitz. Der Rücken ist gelbgrau mit blaugrauem unterfell und leichtem Tipping, der dicke Schwanz hat die Form einer Käule und ist fleischfarben.

Wichtiges: Diese Tiere werden nicht sehr zahm und verteidigen zum Teil sehr agressiv ihr Revier gegen uns Menschen.

Der Dicke Schwanz von dem sie ihren Namen haben ist sehr empfindlich, sie mögen es gar nicht wenn man ihn anfasst.

Oft werden schlafende Fettschwanz Rennmäuse für tot gehalten da ihr lieblings Schlafpostion eine sehr ungewöhnliche ist => sie schlafen auf dem Rücken den ungeschützten Bauch nach oben








Erfahrungsberichte anderer Züchter oder Haltern dieser Tiere, auch wenn diese von meinen Erfahrungen abweichen, sind immer herzlich Willkommen.