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Systematik


Ordnung: Rodentia = Nagertiere
Unterordnung: Sciurognathi
Familie: Dipodidae
Unterfamilie: Allactaginae
Gattung: Allactaga
Art: Allactaga tetradactyla 

Wissenswertes


Herkunft: Ägypten bis Lybien
Aktivitätsphase: Späte Abendstunden bis frühe Morgenstunden, selten am Tag zu sehen.
Lebensweise: Paarweise bis Gruppenweise
Größe: Ca. 10-13cm, Schwanz bis 25cm
Gewicht: Bis 50-65g
Lebenserwartung:  In Gefangenschaft und richtiger Fütterung 5-6 Jahre
Geschlechtsreife: Männchen: ab 3 - 4 Monate, Weibchen  später
Anzahl d. Jungen pro Wurf: 1-5
Tragzeit: Ca. 24 Tage 

Angestammter Lebensraum: Wüsten, Halbwüsten und Steppen

Haltung: Diese Tiere sind wie die Jaculus Jaculus anspruchsvoll in der Haltung. Man braucht für 2 Tiere ein Terrarium mit den Mindestmaßen: 120x60x60cm. Aber auch hier gilt: je größer, desto besser, also besser 150cm x 60cm x60cm bis 3m und mehr sind die grenzen offen! Wie auch bei den Jaculus Jaculus beschrieben sollten die Seitenwände und die Rückwand mit Korkrinde beklebt werden um ein dagegen Springen zu vermeiden. Da diese Tiere bisher nicht nachgezogen wurden sind nur Wildfänge im Handel erhältlich oder Jungtiere die in Freiheit gezeugt wurden und hier von einer Amme (z.b. Ratte) aufgezogen wurden, da die Mütter ihre Jungen oft nicht annehmen. Wildgefangene Tiere sind oftmals sehr streßanfällig.

Meine Tiere halte ich jetzt auf 240cm x 35cm x 40cm und selbst auf der grösse merkt man, dass es eigentlich immer noch zu klein ist.


Sie brauchen: mind. einen Unterschlupf und kommen meist nur Nachts raus. Auch eine Wärmelampe wird gerne zum Sonnenbaden genutzt, die Tages Temperatur sollte zwischen 26 und 28 grad Celsius liegen, Nachts bei ca. 24 grad Celsius. Sehr wichtig ist auch hier wieder der Chinchillasand damit das Fell nicht verfettet. Da diese Tiere liebend gerne graben habe ich meiner Bellas Aquas 15cm hoch mit Sand und Heustückchen aufgefüllt und eins mit ungedüngter Blumenerde. Als Unterschlupf dient ihr eine große Korkröhre und eine grosse Wurzel. Wenn sie sich zum schlafen zurück ziehen verstopfen sie den Eingang mit Heu und Zellstofffetzen. Einrichten kann man das Terra / Aqua mit Wurzeln, Korkrinde und Korkröhre, Steinen und auch Handelsübliche Kleintierhäuschen werden angenommen. Wenn dem Pferdespringer was nicht passt wedelt er entweder mit dem Schwanz = geh weg oder ich hab angst! Oder sie melden sich zu Wort in dem sie muckeln oder fiepen oder beschippen einen oder etwas mit Sand / Erde.

Futter: Wie bei den Jaculus Jaculus beschrieben, nur nehmen Sie gerne mal ein Heimchen oder einen Mehlwurm, aber nur ab und zu da die Tiere zum dick werden neigen. Auch lieben sie Wurzelgemüse, wobei ich mit dem Gedankenspiele mal Karotte zu reiben, da Bella Möhre liebt, aber scheinbar nicht gut abbeißen kann? Aber alles andere kann sie gut nagen, als Leckerchen gebe ich Bella ab und zu Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne oder Maiskörner (auf die ist sie ganz besonders wild), aber nicht zu viele.

Zucht: da bisher keine Nachzuchten gelungen sind, erscheint diese als sehr schwierig und es liegen daher noch keine Erkenntnisse vor, einige glauben aber das es an den fehlenden Kamel Haaren als Nistmaterial liegt oder das man den Jahres Rhytmus an Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und futterangebot nachempfinden müsste.

Wichtiges: es sind keine Kuscheltiere! Nie am Schwanz nehmen =>  Schwanzhaut reißt ab! Die Tiere nie versuchen zu fangen => Fluchten und Panikartige Sprünge => Gefahr von Verletzungen. Tiere die Angst haben Muckeln => lass mich in Ruhe, Geh weg! Hilfe! würde es bei uns übersetzt heißen. Die Tiere mind. zu zweit halten! Ich hab Bella deshalb gekauft um sie Artgerecht zu halten, da sie vorher alleine saß und erst an Kinder verkauft wurde, jetzt hat sie eine Freundin bekommen und evt kommt noch einen Bock dazu.

Es sind keine Schmusetiere sondern reine Beobachtungstiere und somit nichts für Kinder.

Erfahrungsberichte anderer Züchter oder Haltern dieser Tiere, auch wenn diese von meinen Erfahrungen abweichen, sind immer herzlich Willkommen.










hier schläft Bella



hier wird gerade hirse gefuttert



hier wartet sie auf ihre Mehlwürmer


und hier rüsselt sie hinter einem Mehlwurm her



hier mal Bellas Beine. Der unterschied zu den Füßen der Jaculus Jaculus ist der, das ihnen die Fellschuhe fehlen. Was besonders auffällt ist die grazile Machart der Beine, daher sind sie auch sehr empfindlich und können leicht brechen.



Hier mal der Fuß, was sofort auffällt sind die gelappten Keile an der Unterseite der Zehen => damit kann man gut klettern und Halt auf felsigem Untergrund finden. Daraus schließe ich, dass sie nicht sehr gut an ein Leben, auf Sand angepasst sind, was sich mir auch bestätigte als ich sie auf Sand setzte => sie sanken ein, Erde fanden sie ganz toll und klettern auch auf Wurzeln und Steine. Was noch auffällt ist die weiter hinten angesetzte einzelne Zehe. Daher kommt auch ihr Name 4 Zehen Pferdespringer. Am Fuß selbst befinden sich drei Zehen. Der Zweck der 4ten Zehe ist mir bisher verborgen geblieben.


Hier jetzt mal ein Kopfbild bei dem man die Zähne sehr gut sehen kann. Die weiße Färbung ist normal und es sind kleine nadelspitze, schmale Zähnchen, die besser zum rupfen als zum nagen geeignet sind, man sieht immer kleine Stückchen wenn sie nagen und Papier rupfen sie.


Verhaltensauffälligkeiten:

hier mal ein Bild vom "ecken Stehen / sitzen bzw hopsen"

selbst im grössten Terra wird dieses Verhalten kaum abgelegt oder es wird damit begonnen.


Zum Teil sitzt Bella sehr lange in der Ecke und Sandmann hopst in der Zeit in der gegenüberliegenden.

hier mal ein Bild von meinem Terra, aus der Sicht von Bella:


und jetzt noch ein paar andere Bilder:





kleines Erdferkel. In ungedüngter Blumenerde gräbt Bella sehr gerne.