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Systematik
Ordnung: Rodentia = Nagertiere Unterordnung: Sciurognathi Familie: Dipodidae Gattung: Jaculus Art: Jaculus Jaculus
Wissenswertes
Herkunft: Nordafrika, Ägypten, Iran & vorderer Orient Aktivitätsphase: Späte Abendstunden bis frühe Morgenstunden, selten am Tag zu sehen. Lebensweise: Paarweise bis Gruppenweise Größe: Ca. 10cm, Schwanz bis 20cm Gewicht: Bis 50-60g Lebenserwartung: In Gefangenschaft und richtiger Fütterung 5-6 Jahre Geschlechtsreife: Männchen: ab 3 - 4 Monate, Weibchen später Anzahl d. Jungen pro Wurf: 1-5 Tragzeit: Ca. 24 Tage
Haltung: Für 2 Tiere würde ich ein 100x50x50cm Terrarium empfehlen, wobei jedoch gilt: Je größer, desto besser, aber man muss die Seitenscheiben und die Rückwand von innen mit Korkrinde bekleben, damit die Tiere nicht dagegen springen. Man kann sie in Gruppen von 2-4 Tieren halten, aber nur 3 Damen und ein Bock oder gleichgeschlechtlich, da sich sonst die Böcke um die Damen streiten. Wenn man einen Bock und mehrere Weibchen hält, muss man darauf achten, dass ein tragendes Weibchen ein eigenes Terrarium, bekommt da es den Bock und die anderen jagen, beißen oder sogar töten kann, aber es ist nicht immer der Fall.
Fütterung: Die kleinen bekommen bei mir eine Mischung aus Wellensittich-, Kanarien-, Exoten- und Sittichfutter von www.Futterkonzept.de ,da ist alles drin, was die kleinen brauchen: verschiedene Hirsearten, Sämereien etc. Man sollte auf Salat verzichten, aber Löwenzahn mit Wurzel wird gerne gefressen, desweiteren Wurzelgemüse wie: Möhre, Schwarzwurzel, Petersilienwurzel, Sellerie und Steckrübe. Auch ein kleines Stück Apfel wird ab und zu genommen. Mehlwürmer mögen meine nicht.
Was braucht ein Hüpfer alles: Chinchillasand zum baden, Stroh und Heu zum Nestbau (wird klein genagt aber kaum gefressen), Korkrinde, eine Moorwurzel oder ein Häuschen, eine Futterschale, eine Wasserschale evtl Trinkflasche, Sepiaschulp zum nagen und fressen (Mineralien werden aufgenommen). Man kann ihnen auch eine Steinplatte reinlegen zum Krallenabrieb.
Zucht: Wie oben beschrieben: Wenn ein Weibchen trächtig ist, kann es zu Jagereien und Beißerein kommen, daher ist es ratsam die Hüpfer zu beobachten und gegebenfalls durch Trennung der Tiere einzuschreiten, wenn es zu Beißereien kommt. Das Paarungsspiel beginnt mit spielen und spielerischem sich jagen, das Männchen trommelt dem Weibchen mit den Vorderpfötchen auf Rücken und Schwanzwurzel, damit es den Schwanz hebt, so dass er aufreiten kann. Klappt dies trägt das Weibchen ca. 24 Tage und bekommt in einer Höhle 1-5 nackte. Mit 6-8 Wochen verlassen sie das Nest, mit 10 Wochen fangen sie an selbstständig zu werden und mit 11-12 Wochen können sie unbedenklich von der Mutter getrennt werden. Falls der Wurf mehr als 3 Jungtiere umfasst, sollte man besser noch zwei Wochen länger warten. Allerdings ist die Zucht mit Wildfängen äußerst schwierig.
Wichtige Regeln: Diese Tiere brauchen Ruhe und sind dadurch nicht für Kinder geeignet. Sie sind phasenweise aktiv und nachts am neugierigsten. Tagsüber wollen sie ihre Ruhe haben, man darf deshalb nicht ins Haus fassen, auch wenn der Hüpfer tot aussieht => bedingt durch die langen Beine schlafen sie entweder auf der Seite liegend, auf dem Rücken liegend oder sie schlafen in der Hocke den Kopf zwischen den langen Hinterbeinen. Nur, wenn sie auf Ansprache nicht reagieren oder man keine Atembewegung sieht, sollte man nachschauen. Man darf die kleinen auch nicht am Schwanz fassen, da die Schwanzhaut abreißen kann! Wenn sie auf die Hand kommen, sollte eine Hand unter die Maus fassen und die andere eine Höhle darüber bilden. Man kann sie im Zimmer laufen lassen, sollte aber schauen dass der Bodenbelag so geeignet ist, dass sie nicht ausrutschen können, da ihre Beine schnell brechen, welches den Tod des Tieres zur Folge haben könnte. Manche Hüpfer finden Wärmestrahler ganz toll, aber im Sommer werden diese nicht benötigt, im Winter kann man sie anbieten, aber meine interessieren diese gar nicht. Es darf nur nicht zu feucht werden => Erkältungsgefahr.
So, falls mir noch was einfällt, ergänze ich es, Fotos folgen
Erfahrungsberichte anderer Züchter oder Haltern dieser Tiere, auch wenn diese von meinen Erfahrungen abweichen, sind immer herzlich Willkommen.








hier mal der Fuß meiner Großen, diese verwischten weißen Flecken sind keine Schatten sondern Haare. Diese Fellbuschel verhindern ein einsinken im Sand.

auf dem Bild sieht man sehr schön wie das Fell einer gesunden Springmaus aussehen soll, glatt anliegend, glänzend. Es darf nicht fettig und strähnig sein, dies deutet auf Streß, flasche Ernährung oder Krankheit hin. Oft ist das Fell nach dem schlafen etwas struppig, das sollte sich aber dann nach einem Sandbad wieder geben.

(c) by M. Naumann 2003
hier kann man super die verlängerten "schienbeine" sehen und die Kopfform

(c) by M. Naumann 2003

(c) by M. Naumann 2003






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