- Knubel, oft schwarz verfärbt (andere Pigmentierung) auf der Haut (an der Nase, Schwanzwurzel, Pfote)
- Verdickungen an der Duftdrüse oder Knoten
- im Körper wird es leider oft erst erkannt wenn der Tumor sehr groß geworden ist und zu Beeinträchtigungen führt oder eine Beule an den Flanken ausbildet
Erste Hilfe:
kann nur der TA leisten, manche Tumore sind operabel und andere leider nicht, hat das Tier schmerzen sollte es erlöst werden
gestielter Duftdrüssentumor, bei einer männlichen 2,5 Jahre alten Rennmaus. Der Bruder (2 Jahe) hat auch einen Tumor bekommen, allerdings ungestielt und mit einer nekrotisierenden Entzündung die dann aufbrach. Beide Tumore waren inoperabel und die Mäuse sind daher über die Regenbogenbrücke gegangen.
oft verheilen sie von alleine, aber man sollte es immer mit einem Ta abklären, offenen Brüche sind leider oft tödlich da eine Amputation für so ein kleines Tier eine riesen Belastung ist und oft eine Infektion in den Knochen kommt
Parasiten:
Ursachen:
Milben und Läuse können im Heu oder im Stroh sein, oder durch Futter von der Wiese eingeschleppt werden. Würmer werden meist durch Futter aus dem Garten / Wiese etc übertragen oder durch Schmierinfektion oder andere Haustiere
Symptome:
-bei auf der hautlebenden Parasiten: dauerndes Kratzen und knubbern (es juckt), Haarausfall, verschorfte Stellen, kleine krabbelnde rote, braune oder weiße Punkte, Apathie (durch Blutverlust)
- bei Würmern: Maus nimmt stark ab obwohl sie normal frisst, oft sind Teile der Würmer in den Köteln zu erkennen, wenn sie ein Teil von sich abstoßen, in dem die reifen und befruchteten Eier stecken, weiße Fäden die sich teilweise auch noch ringeln
Erste Hilfe:
- bei Milben und Läusen Stronghold ins Fell und die Becken heiß auswaschen, desinfizieren und mit Ardapspray oder Frontline Spray aussprühen und auch die gesamte Umgebung und Heu & Stroh wegschmeißen und den Tieren eine eiweißreichere Ernährung geben. evtl Schörfe von Hautmilben entfernen damit das Stronghold auch dorthin kommt. Milben sind im Fell von hellen Tieren gut zu erkennen
- Bein Würmern muss eine Wurmkur gemacht werden und das macht nur der Ta
Blutige Nase & Bindehautentzündung:
Ursachen:
Schnupfen bzw. Erkältung, Allergie gegen die Einstreu oder zu viel gebuddelt und Nase blutig geschippert. Rotbraunes (recht dunkel) Sekret aus dem Auge, welches durch den Tränen-Nasen-Kanal ausgeschieden wird ist Harmlos. Es dient zur befeuchtung des Auges und säuberung von Staub etc. Bei Bindehautentzündung oder allgemeiner oder pathologischer Reizung des Auges ist das Sekret hellrot.
Symptome:
Blutige Nase (hell rot), bzw. rotbraun verkrustet und verschmiert. verklebtes Auge, zum teil mit gelblich rotem Sekretausfluss.
Erste Hilfe:
- Nase mit Kamillentee waschen und Bepanten Wund und Heilsalbe mit einem Wattestäbchen auftragen
- bei oben beschriebenen Symptomen am Auge, TA aufsuchen. Nicht mit Kamillentee säubern, da noch kleinste Blütenpartikell im Tee sein können und das Auge zusätzlich reizen können.
- tritt nach 2-3 tagen keine Besserung ein sollte ein TA aufgesucht werden um eine evtl Allergie oder Krankheit auszuschließen oder zu erkennen
Abzesse:
Ursachen:
Bisswunden, eingewachsenes Fell oder abgekapselte Infektionen
Symptome:
kleine verschorfte Wunden werden immer größer, eiterknubbel die man sieht oder knubbel die man ertasten kann
Erste Hilfe:
große Krusten entfernen, Eiter mit einem sauberen Handtuch entfernen, Wunde Auswaschen, abtrocknen und desinfizieren und jeden Tag das selbe bis kein Eiter mehr nach kommt (mein Platin hat das auf dem rücken gehabt und es ist super verheilt)
- Eiterknubbel oder Pickel sollte ein TA anschauen (die werden geöffnet und der Eiter entfernt und desinfiziert)
- Abszesse unter der Haut kann nur der TA erkennen und operativ entfernen
kleiner Verletzungen und Bisswunden:
Ursachen:
Streitereien innerhalb der Gruppe, hängenbleiben mit den Krallen, einklemmen des Schwanzes, abreissen der Schwanzhaut etc.
Symptome:
Blutige stellen im Fell, verschorfte Stellen oder nur noch ein halber oder abgeknickter Schwanz
-kleine Wunden heilen meist von alleine, ich allerdings desinfiziere mir die Hände, entferne den Schorf um zu sehen ob Eiter oder Streu in der Wunde ist und desinfiziere sie dann mit bettaisodonna Lösung (Jod ist zu stark und stört die Wundheilung) oder einem Antiseptikum für Piercings das ist echt gut
- bei ausgerissenen krallen wasche ich den betroffenen Fuß / Pfote und desinfiziere es dann (die Zehen / Finger kleben oft zusammen)
- ein abgeknickter Schwanz ist oft nicht mehr zu retten (wenn die blutzufuhr unterbrochen ist) ist der Schwanz allerdings schon fast ab also schaut der Knochen raus und die haut fehlt, sollte man entweder zum TA gehen oder die Maus selbst machen lassen, sie warten bis der Knochen eintrocknet und nagen ihn dann ab, man kann eine solche Wunde desinfizieren und mit Aluspray versiegeln. Ist nur eine Bisswunde am Schwanz muss man darauf achten das der Schorf keinen Ring um den Schwanz bildet und ihn so abschnürt, ist dies der Fall muss man ihn jeden Tag entfernen und desinfizieren
- größere Bisswunden heilen öfter auch von alleine, sie müssen aber desinfiziert werden, klaffen die Ränder weit auseinander muss genäht werden
Durchfallerkrankungen:
Ursachen:
falsches Futter (Kerne in Obst, sie enthalten Blausäure und sind somit giftig z.b. Kirschkerne), verdorbenes Obst (zu lange im Käfig gelegen), schimmeliges Futter etc. Auch Stress und Hitze können Durchfall auslösen z.b. lange Transporte oder Streiterein innerhalb der Gruppe. Außerdem kann es auch Bakterieninfektionen geben (E Coli, Klebsiellen & Citrobac. Freundii, Salmonellen wären ein paar Beispiele) hier besteht die Gefahr das ein ganzer Bestand infiziert werden kann, durch Schmierinfektion oder sogar durch die Luft, deshalb sollte man, wenn mehrere Tiere aus verschiedenen Becken erkrankt sind, sofort zum TA gehen oder sogar ein gestorbenes Tier in die Pathologie schicken.
Symptome:
verschmierter Po, Apathie, austrocknen, Futter & Wasser verweigern
Erste Hilfe:
- Banane geben (stopft, aber kein anderes Obst!)
- Volvic-Mineralwasser mit Traubenzucker & Vitamintropfen anrühren und anbieten (Elektrolyte, Vitamine & Kohlenhydrate)
- Tee kann auch gereicht werden (Kamillentee, Früchtetee und Schwarzertee (aber hier nur ein teil Tee und ein teil Wasser also verdünnen) aber nicht heiß, handwarm wird gerne genommen. Will die Maus nicht trinken sollte man sie mit einer Pipette oder Spritze (ohne Nadel) etwas anbieten oder ihr verabreichen (gilt auch für den oben beschriebenen Mix)
- Knäckebrot & Zwieback und trockenes Brot kann auch gereicht werden
- man sollte auch eine Rotlichtlampe oder Wärmflasche anbieten
- auch hilft Dysticum (Kohle vom TA) oder normale Kohle für Menschen (einfach in Wasser auflösen und in die trinkflasche)
aber bei Durchfall trocknet die Maus sehr schnell aus, also am besten ist immer ein Besuch beim TA
Nestlingsdurchfall:
diese Durchfallserkrankung tritt nur bei Tieren im Nestlingsalter auf und geht an älteren vorbei. Einige sterben, oft stecken sich die Mütter an
Thyzzer Disease:
ist eine bakterielle Erkrankung, die Sterblichkeitsrate liegt bei über 80%. Die Tiere sterben innerhalb von 48 Std. Tiere die es Überleben tragen es ihr leben lang und können andere Tiere anstecken. Die Bakterien bilden Sporen die sich über ein Jahr in der streu oder im Staub halten. Übertragen wird es über die Luft oder über Schmierinfektion. Auslöser ist Stress und falsche Haltung. Die Bakterien sind normaler weise harmlose Darmbakterien die sich dann massenhaft vermehren und die Krankheit auslösen.
Erbkrankheiten:
Ursachen:
Inzucht, spontane Mutationen, Fehler bei der Meiose (Eizellen- / Spermabildung)
Symptome:
Epilepsie, Knickschwänze, verkrüppelte Gliedmaßen, verkürzte Schwänze, verkümmerte Pfoten, Blind- bzw Taubheit, Labyrinthitis (kopfschiefhalten, im kreisdrehen), Neigung zur Tumorbildung u.a.
Erste Hilfe:
oft kann man den Tieren nicht helfen, es sollte aber auf keinen Fall mit solchen Tieren gezüchtet werden! Und manche Veränderungen behindern das Tier nicht z.b. Knickschwänze
Erkältungen:
Ursachen:
- Zugluft, Viren & Bakterien, feuchte Streu, Kälte oder sogar zu Trockene Raumluft, die Schleimhäute trocknen aus und werden rissig und bieten eine gute Angriffsfläche für Keime, das ist oft im Winter der Fall wenn man mehr heizt. Abhilfe schaffen hier: eine Keramikschale mit Wasser auf den Heizkörper stellen oder ein feuchtes Handtuch drüber hängen
Symptome:
- Niesen, Klicken (Atemgeräusche), feuchte Nase, Schnodder an der Nase, aufgestelltes Fell, zittern, Apathie und Unlust (spielt nicht mehr soviel und schläft mehr)
Erste Hilfe:
warmhalten mit Rotlicht oder eine Wärmflasche, Vitamintropfen und Traubenzucker ins Trinkwasser, evtl. auch Volvic Mineralwasser (gleicht den Elektrolythaushalt wieder aus), Aufbaufutter (Wellensittichfutter, Sonnenblumen und kürbiskerne, Obst, eiweißreiches Futter, Haferflocken) und Ruhe.